Über die Ernährung während der Schwangerschaft gibt es fast so viele Mythen wie Fische im Meer. Aber was ist eigentlich dran, an diesen Geschichten? Sind Fisch, Kaffee und Mozzarella wirklich tabu während der Schwangerschaft – und darf man wirklich für zwei essen? Wir haben die wichtigsten Antworten.

Während der Schwangerschaft darf man für zwei essen

Schon vor dem Kinderwunsch freuen wir uns in der Schwangerschaft vor allem auf eines: Endlich kann man essen was man will – und das sogar für zwei. In der Realität ist das aber leider nicht so, denn tatsächlich braucht der Körper im ersten Drittel der Schwangerschaft nur 200 Kalorien am Tag mehr. Viel mehr im Fokus steht eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung, in der nicht unbedingt mehr gegessen wird. Eine kleine Sünde zwischendurch, darf natürlich trotzdem sein ;).

Während der Schwangerschaft entwickelt man leichter Diabetes

In Zusammenhang mit Diabetes steht das Hormon Insulin, das in der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Gerade in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft steigt der Bedarf an Insulin an, kann die Bauchspeicheldrüse die Insulinproduktion nicht an den erhöhten Bedarf anpassen, steigt der Blutzuckerspiegel und es kommt zu Schwangerschaftsdiabetes. Allerdings leiden nur rund 5% aller Schwangeren an Schwangerschaftsdiabetes und nach der Geburt reguliert sich der Blutzuckerspiegel wieder von selbst. Für Mütter die an (Schwangerschafts-)Diabetes leiden gibt es unterstützende Geräte wie das FreeStyle Libre System von Abbott. Mittels eines kleinen Sensors, welcher an der Rückseite des Oberarms getragen wird, wird der Glukosewert minütlich gemessen und abgespeichert. Durch einen kurzen Scan des Sensors mit dem dazugehörigen Lesegerät hat man das Ergebnis in Sekundenschnelle. Die Werte lassen sich dann auch über die LibreLink* App über das Smartphone*² abrufen. Ein weiterer Vorteil: Man muss sich nicht mehr stechen*³, sondern kann ganz einfach scannen!

Das „FreeStyle Libre System“ von Abbott

Während der Schwangerschaft darf es schon einmal ein Gläschen Wein sein

Dieser Mythos hält sich standhaft, vermutlich vor allem deshalb weil wir es uns wünschen würden. Tatsächlich sollte aber komplett auf Alkohol verzichtet werden, denn: sicher ist sicher. Die Leber des Embryos ist noch nicht ausgereift genug um den Alkohol zu verarbeiten und es könne Schäden im Gehirn entstehen. Wenn man Alkohol getrunken hat, bevor man von der Schwangerschaft wusste, muss man sich allerdings nicht gleich Sorgen machen. Denn in den ersten 14 Tagen ist der Embryo noch nicht an den Kreislauf der Mutter angeschlossen.

Während der Schwangerschaft sind Fisch und Kaffee tabu

Leider gibt es ein paar Lebensmittel, die während der Schwangerschaft nicht ganz unbedenklich sind. Dazu zählen unter anderem weiche oder halb gegarte Eier, roher oder nicht ganz durchgegarter Fisch oder Mozzarella und Käse mit Schimmelrand. Für Schwangere besteht bei unpasteurisierten Milchprodukten das Risiko der Bakterieninfektion – daher lieber die Finger davon lassen. Auch Quecksilberhaltige Lebensmittel (wie zum Beispiel Thunfisch aus der Dose) sollten nur in geringem Maße gegessen werden. Zwei bis drei Häferl Kaffee am Tag sind während der Schwangerschaft aber in Ordnung. Hier kommt es auf den Koffeingehalt an,  denn übermäßige Koffeinzufuhr kann zu Frühgeburten, Missbildungen oder einem geringen Geburtsgewicht führen.

Während der Schwangerschaft essen Frauen die absurdesten Kombinationen

Nutella auf Essigkurkerl – köstlich! Ganz so ist es natürlich nicht. Durch die Veränderung des Hormonspiegels kann es allerdings dazu kommen, dass frau Lust auf verschiedene Geschmacksrichtungen hat oder sehr herzhaftes essen. Eine Studie hat übrigens auch wiederlegt, dass Schwangere total auf Essigkurkerl abfahren.

 

*LibreLink ist eine Smartphone-App, die von AirStrip entwickelt wurde und angeboten wird. Für die Nutzung von LibreLink ist eine Registrierung bei LibreView, einem Service von Abbott und Newyu, Inc., erforderlich. FreeStyle Libre-Lesegeräte und -Sensoren werden von Abbott vertrieben. Der Download der LibreLink-App kann abhängig vom Datenvolumen u. U. kostenpflichtig sein.
*² Die LibreLink App wurde für NFC-fähige Smartphones mit Android-Betriebssystem entwickelt, die die OS-Version 4.0 oder höher verwenden.
*³ Eine zusätzliche Prüfung der Glukosewerte mittels eines Blutzucker-Messgeräts ist erforderlich bei sich schnell ändernden Glukosespiegeln, weil die Glukosewerte in der Gewebeflüssigkeit die Blutzuckerwerte eventuell nicht genau widerspiegeln, oder wenn das System eine Hypoglykämie oder eine anstehende Hypoglykämie anzeigt, oder wenn die Symptome nicht mit den Messwerten des Systems übereinstimmen.