Glaubt man dem Trend in verschiedenen Internetforen, geben immer mehr Eltern ihren Kindern Schlafmittel, um durchschlafen zu können.

Mediziner und Behörden haben auch gemerkt, dass es immer häufiger vorkommt, dass Eltern ihren Kindern Schlafmitteln verabreichen wollen. Diese Praxis ist aber sehr gefährlich, denn bei falscher Dosierung kann es zu Atemstillstand kommen. Außerdem machen Schlafmittel auf Dauer physisch und psychisch abhängig.

Der Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) Hermann Josef Kahl warnt davor, das Problem in eine Ecke zu schieben und mit dem Argument zu bagatellisieren, dass man den Babys früher auch Schnaps zum Schlafen gab. Man sollte beides tunlichst vermeiden!

Für viele Eltern sei es einfacher Schlafmittel zu verabreichen, als den Alltag zu ändern meint Kahl und erklärt: „Es ist wichtig zu begreifen, dass die Eltern den Schlaf brauchen, nicht die Kinder.“ Ein Kind, welches nachts nicht schläft, hat einfach einen anderen Schlafrhythmus.

Eltern müssen sich darum bemühen ihre Erschöpfung loszuwerden. „Da empfehlen wir in der Regel den gnadenlosen Einsatz der Verwandtschaft“, meint Kahl.