Eine konkrete Antwort auf die Frage „Wie lange einen Schnuller geben?“ gibt es nicht, Zahnärzte raten jedoch, spätestens beim Eintritt des Kindes in den Kindergarten mit der Schnullerentwöhnung anzufangen. Viele Zahnärzte raten sogar zu einer früheren Entwöhnung, und zwar bereits nach dem ersten Lebensjahr, damit Spätfolgen so gut wie möglich ausgeschlossen werden können.

Folgende Spätfolgen können bei zu langem oder übermäßigem Schnullergebrauch eintreten:

  • Sabbern: Wenn Dein Kind ständig den Schnuller im Mund hat, wird es beginnen, bevorzugt durch den Mund zu atmen. Es hält den Schnulli nämlich nur noch locker im Mund. Dadurch können Krankheitserreger und Keime ungefiltert in den Körper geraten. Wird durch den Mund geatmet, führt das auch zu einem erhöhten Speichelfluss, was Folgen wie sabbern mit sich bringt.
  • Zahnfehlstellungen: Durch zu viel Nuckeln am Schnuller kann das Wachstum der Zähne beeinträchtigt werden. Die Zähne können beispielsweise schief nach vorne wachsen oder es kann zu Fehlstellungen des Kiefers kommen. Das Kind muss nämlich beim Saugen die Lippen schließen und den Schaft mit den Zähnen so zusammenbeißen und knicken, dass ein Unterdruck entsteht. Dies führt zu einem enormen Kraftaufwand der Kiefer. Spätere Konsequenzen können aufwendige und teure kieferorthopädischen Behandlungen sein.
  • Sprachfehler: Zusätzlich kann sich das extreme Nuckeln auch auf die Sprachentwicklung auswirken. Kinder, die sehr häufig den Schnuller im Mund haben, neigen später zum Lispeln und zeigen teilweise auch andere Sprachfehler.