Es gibt Phasen, in denen Kinder viele Lebensmittel verschmähen. Selbst winzige Gemüsestücke werden dann aus dem Essen aussortiert, und Nudeln darf es nur pur geben. Wie können Eltern damit umgehen? Am besten üben sie sich in Gelassenheit. Abgelehnte Lebensmittel sollten außerdem nicht vom Speiseplan gestrichen werden, sondern immer wieder auf den Tisch kommen, raten Gesundheitsexperten.

Oft kann es helfen, Lebensmittel auf verschiedene Weise zuzubereiten: zum Beispiel fein gerieben, gekocht, gebraten, als Stücke zum Dippen oder püriert als Suppe. Ein weiterer Trick ist, eher ungeliebte Sachen mit einem vertrauten Lebensmittel kombiniert anzubieten.

Während kleine Kinder im Alter von etwa sechs Monaten bis zwei Jahren besonders offen für neue Geschmackserfahrungen sind, beginnt danach eine Phase, in der sie viele neue Speisen ablehnen. Im Alter von zwei bis sechs Jahren ist diese Phase am stärksten ausgeprägt.

Eltern machen sich in dieser Zeit oft Sorgen, dass ihr Kind nicht ausreichend mit Vitaminen versorgt ist. Die Angst ist aber meist unbegründet: Lehnen Kinder Lebensmittel eine Zeit lang ab, essen sie sich an anderen Komponenten satt. Eltern sollten darauf vertrauen, dass Neugier, Gewöhnung und Freude beim Essen langfristig gewinnen.

APA