Es gibt Momente im Alltag mit Baby die uns an unsere Grenzen bringen. Einer dieser Momente ist für viele die Situation in der das Baby einfach nicht zu schreien aufhören will, obwohl es keinen sichtlichen Grund dafür gibt.

Mache dir eine Checklist
In der Regel hast du bereits mehrfach das Grundbedürfnis deines Babys nach Nahrung, Nähe und Schlaf überprüft. Überlege dir ob dir noch etwas einfällt. Beispielsweise kann das Zahnen große Schmerzen im Kiefer verursachen, die dein Baby am Einschlafen hindern. Mit der Zeit ergibt sich vielleicht eine Art Checklist, die du dir im Notfall zur Hilfe nehmen kannst. Die Liste kann auch eine große Unterstützung für Papa, Oma oder Onkel sein, wenn du einmal nicht bei deinem Baby bist.

Versuche zur Ruhe zu kommen
Nachdem du alle möglichen Ursachen, durch gegangen bist, versuche zur Ruhe zu kommen. Ganz klar ist dies eine der größten Herausforderungen. Mache dir bewusst, dass dein Baby dein Verhalten spiegelt, bzw. du das Verhalten deines Babys. Ein schreiendes Baby löst Stress in uns aus. Unbewusst kann dies dazu führen, dass wir unregelmäßig atmen, die Schultern hoch ziehen und uns verkrampfen. Gönne dir ein paar tiefe Atemzüge und versuche deinen Schulter- und Nackenbereich durch An- und Entspannung bewusst zu lockern.

Schaffe eine monotone Situation
Die oftmals krampfhafte Suche nach der Ursache sowie die eigene Unruhe kann manchmal eine regelrechte Erlösung durch Monotonie finden. Eine gleichmäßige Bewegung, wie beispielsweise das sanfte Wippen auf einem Gymnastikball oder ein beruhigendes Geräusch begleitet durch eine sanfte Berührung, kann dazu führen, dass Mama und Baby gemeinsam zur Ruhe kommen.

Gib dein Baby an eine Vertrauensperson weiter
Falls all deine Bemühungen ohne Erfolg bleiben, nütze die Möglichkeit dein Baby an eine Vertrauensperson weiter zu geben. Nur eine Mama die Energie hat kann Energie für ihr Baby aufbringen. Manchmal ist es sehr hilfreich eine neue Person ins „Spiel“ zu bringen. Diese Person weiß noch nicht was du schon alles unternommen hast und kann sich unvoreingenommen auf die Situation einlassen.

Hole dir Hilfe
In manchen Fällen  hilft gefühlt nichts. Mache dir bewusst, dass es vielen Eltern so ergeht wie dir/euch. Aus diesem Grund wurden Ambulanzen mit Ärzten, Psychologen und anderen Fachpersonal errichtet. Zum Wohle deines Kindes und dir selbst ist es ratsam eine dieser Ambulanzen aufzusuchen. Oftmals reicht ein einziger Besuch.

Begleite den Schmerz deines Babys
Aufgrund einer traumatischen Erfahrung oder eine körperliche Blockade können sich Gefühle manifestieren, die dein Kind wiederholt weinen oder schreien lassen. Mithilfe einer gezielten Auseinandersetzung mit dieser Thematik, kann es heilsam für euch beide sein, diese Gefühle zuzulassen. Bei einer geeigneten psychologische Beratung oder Therapie kannst du lernen wie du dein Baby im Schmerz begleiten kannst. Es ist nicht immer zielführend das Schreien unterbinden zu wollen. Manchmal braucht es vielmehr eine sensible Begleitung. Wenn du dem Schmerz deines Babys Raum gibst und es dabei deine Unterstützung und Liebe erfährt, lernt es mit der Zeit loszulassen.