Viele Frauen fühlen sich nach der Geburt eines Kindes unrund. Das kann deshalb sein, weil sie das Bedürfnis haben, die eigene Geburt zu reflektieren und zu verarbeiten – schließlich ist so eine Geburt ein sehr einschneidendes Erlebnis. 

Viele Frauen, empfinden die Entbindung als traumatisch – nach Untersuchungen* empfindet ein Drittel der frischgebackenen Mütter die Geburt rückblickend als schwieriges und belastendes Erlebnis. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Baby spontan oder per Kaiserschnitt geboren wurde.

Umso wichtiger ist es, über dieses Erlebnis zu sprechen und zwar so oft es geht. Es gibt allerdings Mamas, die sich dazu nicht in der Lage fühlen. Denen kann es helfen, ein Geburtsbericht zu schreiben. Durch das Niederschreiben der Details ihrer Entbindung, können sie die Geburt noch einmal durchleben und damit “abschließen”.

Die Geburtsgeschichte erhält durch die schriftliche Auseinandersetzung einen Anfang und ein Ende. Teile der Erinnerung werden geordnet und bekommen ihren Platz. Oder es tauchen überhaupt Erinnerungen auf, zu denen es keinen bewussten Zugang gegeben hat.

Es mag vielleicht beängstigend sein, alles auf Papier zu bringen, aber es heilt. Versprochen.

 

*Beck, C., Watson, J. & Watson, S. (2013). Traumatic Childbirth. London and New York: Routledge Verlag