Es ist unangefochten, dass Kaiserschnitte Leben retten. Kein Wunder, dass die Geburtenrate per Sectio stetig steigt, schließlich handeln viele Kliniken im Notfall schnell mit einem Kaiserschnitt anstatt abzuwarten. Doch was sind die Langzeitfolgen?

Gab es früher bei der Geburt Komplikationen, starb im schlimmsten Fall Mutter und Kind. Heute ist die Todesrate bei Geburten dramatisch gesunken und das ist dem Kaiserschnitt zu verdanken.

Viele entscheiden sich auch ohne medizinischen Grund für eine Sectio, da sie besser planbar und vorhersehbar ist. Nun kam eine neue Studie der Royal Infirmary of Edinburgh heraus, die die Vor- und Nachteile des Kaiserschnitts darlegt. Die Daten von 30 Millionen Frauen wurden untersucht, die vaginal oder per Sectio entbunden hatten. Die Studie basiert allerdings nur auf Beobachtungen behandelnder Ärzte und ist daher nicht wissenschaftlich erwiesen.

Die Ärzte hielten fest, dass Mütter, die einen Kaiserschnitt hatten, ein deutlich geringeres Risiko für Harninkontinenz, ein Absinken der Scheide oder Gebärmutter, oder einen schwachen Beckenboden hatten. Allerdings schien bei einer Folgeschwangerschaft das Risiko einer Fehlgeburt oder für Problemen mit der Plazenta leicht erhöht.

Die Beobachtungen richteten sich auch auf die Kinder, so wurde in der Studie auch vermerkt, dass Babys, die durch einen Kaiserschnitt geboren wurden, ein erhöhtes Risiko hatten bis zum zwölften Lebensjahr an Asthma zu erkranken. Außerdem sollten sie eher übergewichtig sein.

Wie gesagt, die Studie basiert bis dato nur auf Beobachtungen von Ärzten und der Kaiserschnitt ist nach wie vor eine große Errungenschaft der modernen Medizin.