Wer kennt sie nicht, die nieendenwollenden Arbeitswochen in denen abends auch noch ein kleines bausbackiges Gesichtlein nach einer Kuschel- und Vorlesestunde fragt. Hast du erst einmal Kinder ist das schlechte Gewissen dein ständiger Begleiter.

Wie du den Spagat zwischen Job und Kind trotz Mehrfachbelastung schaffen kannst? Ganz ehrlich? Vermutlich wird dir das nicht immer gelingen. Aber einen Versuch ist es wert, nicht wahr?

Räume der Zeit mit deinem Kind Priorität ein
Neben Job, Haushalt und sozialen Verpflichtungen gibt es bestimmt auch bei dir Tage an denen du das Gefühl hast, deinem Kind nicht gerecht zu werden. Versuche Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden um Prioritäten festzulegen. Im Laufe einer Woche gibt es oftmals dicht gedrängte Tage. Aber vielleicht gibt es auch Momente in denen weniger los ist und du etwas flexibler planen kannst. Ist erst einmal eine Aktivität mit deinem Kind geplant, trage sie dir rot in den Kalender ein. Der Termin sollte nun unumstößlich sein.

Lege bestimmte Zeitfenster fest
Nach und nach können dadurch regelmäßige Zeitfenster entstehen in denen ihr immer wieder gemeinsame Aktivitäten planen könnt. Jeder von euch kann nun Wünsche äußern wie ihr diese Zeit verbringen wollt. Allein die Vorfreude darauf kann euch Energie und Zuversicht an Tagen bringen an denen ihr weniger Zeit füreinander habt. Am besten gelingt dieses Vorhaben, wenn du euch für einen fixen Kurs anmeldest. Eine wöchentliche Spiel- oder Kreativgruppe hält Spannendes für euch beide bereit, bringt Abwechslung und das Einhalten eines Fixtermins ist um einiges leichter.

Miste dein Leben aus
Überlege dir einmal in aller Ruhe wie du deine Woche entschlacken könntest. Hast du To Do’s die du auslagern oder sogar ganz fallen lassen kannst? Gibt es Hobbys die mittlerweile mehr Last als Freude geworden sind? Und welche Verpflichtungen im Familien- und Bekanntenkreis sind für dich nun nur noch schwer schaffbar? Wäre es eine Möglichkeit diese an jemand anderen weiter zu geben?
Ein neuer Lebensabschnitt erfordert immer auch eine Neuorientierung und Umstrukturierung des Bestehenden. Wenn du dich von der einen oder anderen Verpflichtung oder einem eingestaubten Hobby verabschiedest, gewinnst du kostbare Zeit für dein Kind und dich.

Sei ehrlich und verlässlich
Auch wenn Kinder erst ab einem gewissen Alter ein Zeitgefühl entwickeln, merken sie sich schon sehr früh für sie wichtige Vereinbarungen. Bevor du deinem Kind eine gemeinsame Aktivität versprichst, sollte diese für dich unbedingt verbindlich sein. In Zeiten in denen dir klar ist, dass du wenige Ressourcen für dein Kind hast, mache keine leeren Versprechungen. Erkläre deinem Kind ehrlich und ohne Umschweife warum der Ausflug auf den Spielplatz oder das gemeinsame Badeabenteuer diese Woche nicht möglich ist. Bleibe dabei steht’s authentisch und bei der Wahrheit. Kinder können Informationen wie diese besser nachvollziehen wenn sie ihnen auf der Gefühlsebene vermittelt werden. Wie geht es dir damit, dass die wöchentliche Bastelstunde diesmal ausfallen muss? Lass dein Kind an deinen Gedanken und Gefühlen teilhaben.

Wir wünschen dir, dass du es schaffst deine Zeit mit deinem Kind im Hier und Jetzt zu genießen!