Kleine Prinzessinnen lieben bunte Nägel, sie fühlen sich dabei so groß wie Mama oder Tante. Was jetzt aber kommt, ist kein Märchen mit Happy End. Im Jahr 2016 wurde eine Studie veröffentlicht, die 3.000 Nagellackfläschen genau untersuchte. Viel Gutes blieb da nicht übrig. Dass die Schmucklacke giftig sind, erscheint ja logisch, denn sie sollten nicht über die Mülltonne entsorgt werden, sondern gelten als Schadstoffe – aber wer liest eigentlich schon so genau das Kleingedruckte?

Achtung bei Nagellacken

Getestet wurden nicht nur die Produkte selbst, sondern auch die Blutwerte von 24 Frauen, nachdem sie Nagellack aufgetragen haben. Ein alarmierendes Ergebnis: bereits nach 10 Stunden konnte das Nervengift Triphenylphosphat im Blut nachgewiesen werden. Aber nicht nur im Blut, auch in der Muttermilch fanden sich Spuren von Chemikalien aus den Lacken. Die Hälfte der untersuchten 3.000 Nagellacke enthielt Triphenylphospat (TCHP), das unseren Hormonhaushalt stark beeinträchtigt. „Dies ist insbesondere schädlich für die jungen Mädchen, die regelmäßig Nagellack verwenden, da gesunde hormonelle Entwicklung ein essentieller Teil ihres Wachstums ist. TPHP stellt ein ernstes Gesundheitsrisiko für jeden dar, der ihm ausgesetzt ist“, erklärt Dr. Heather Stapleton, wissenschaftliche Leiterin der Untersuchung.

Wer auf Schadstoffe und deren Wirkung für sich, sein Ungeborenes, bzw. sein Töchterchen verzichten will, soll auch auf folgende Stoffe achten:

  • Formaldehyd.

Ein Aussetzen dieser Chemikalie kann Symptome wie eine kratzende Kehle, Asthma und Atemschwierigkeiten hervorrufen. Diejenigen mit einer chronischen Erkrankung sind besonders anfällig für Vergiftung von Formaldehyd.

  • Toluol.

Diese Chemikalie verzögert die Entwicklung von Kindern (und einige Wissenschaftler fanden Spuren davon in der Muttermilch!). Zusätzlich kann es nach Kontakt zu Hautirritationen kommen.

  • Dibutylphthalat.

Einige Nagellackmarken ersetzen Phthalate durch TPHP. Es bringt aber ähnliche Gesundheitsrisiken mit sich, wie Hormon- und Fortpflanzungsstörungen. Triphenylphosphat wird auch wie folgt gekennzeichnet: TPHP, PHOSPHORIC ACID, TRIPHENYL ESTER; TRIPHENYL ESTER PHOSPHORIC ACID; CELLUFLEX TPP; DISFLAMOLL TP; PHOSFLEX TPP; REOLUBE TPP; REOMOL TPP; TPP; TRIFENYLFOSFAT (CZECH) ; TRIPHENYL PHOSPHATE (ACGIH:OSHA).

Unser Tipp: Lacke, die auf die genannten Stoffe verzichten, gibt es! Ein günstiger Tipp: Terra Naturi 5free Nagellack (ca. vier Euro bei Müller) oder Sante, Honeybee Gardens, Aquarella.