Wie gestresst Frauen während der Schwangerschaft waren, lässt sich im Nachhinein an der Haarstruktur „messen“. Das ergab eine Studie der Ulmer Universitätsfrauenklinik.

Denn unser Körper schüttet in Stresssituationen das Stresshormon Cortisol aus – und das legt sich in den Haaren ab. Die Haare wachsen im Monat ca. einen Zentimeter, deshalb ist unsere „Stressgeschichte“ der letzten Monate gut ablesbar. Im Rahmen dieser Studie wurden 768 Frauen untersucht, nachdem sie ihr Kind geboren hatten. Zuerst wurden die Mütter nach ihrer Schwangerschaft und ihrem Verhalten darin befragt und danach ihre Haare untersucht. Das Ergebnis: Zwischen familiärem Umfeld, persönlicher Belastung und Gesundheit der Mütter und ihren Cortisol-Ablagerungen im Haar war ein Zusammenhang erkennbar. Doch auch Ernährung, Rauchen und Übergewichtigkeit wirken sich auf die Cortisol-Ablagerung im Haar aus.

Am wenigsten gestresst waren laut dieser Studie übrigens Frauen, die ihr Kind im Winter und per Kaiserschnitt zur Welt gebracht hatten.